"GESUNDER  KOPF"


Warum erklären manche Menschen so umständlich ??

Wir neigen dazu anzunehmen, dass dieser Mensch uns für dumm hält. Das bedeutet: "Wir fühlen uns in unserem Selbstwertgefühl angegriffen."
Tatsache ist aber, dass dieser Mensch meistens so übervorsichtig ist, damit er nichts vergisst und nichts auslässt. Es kann Ausdruck seiner Unsicherheit sein oder auf seine Bemühung, alles richtig machen zu wollen, verweisen. Vielleicht hat er in der Vergangenheit des öfteren die Erfahrung gemacht, dass er mit ein paar hingeworfenen Satzbrocken aufgelaufen ist und die Leute nicht genau wussten, was er meinte, und hat sich deshalb angewöhnt, besonders deutlich zu erklären. Es kann auch sein, dass dieser Mensch laufend mit Auszubildenden zu tun hat und deshalb sicherheitshalber bei Adam und Eva beginnt.

Folgender Vorschlag:

  • Wenn sie selten mit diesem Menschen zu tun haben, gehen sie auf ihn ein, erleiden sie das einfach, aber hören sie auf zu glauben, er hielte sie für dumm.
  • Wenn sie hingegen regelmäßig mit dieser Person zu tun haben, dann könnten sie sagen: "Bekannt sind diese und jene Fakten, was ist das eigentlich Neue heute?" Damit geben sie ihm zu verstehen, dass die "Plattform" schon klar ist, auf welcher er aufbauen kann. Das erleichtert es auch für ihn.

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Ich nehme mir immer viel vor, tue es dann aber nicht !!

Es kann sein, dass Ihr Unterbewusstsein Ihnen hier eine Botschaft sendet. Angenommen, Sie glauben, Sie würden gern joggen (weil es gesund ist oder Sie vielleicht abnehmen wollen); das ist wie eine Androhung in Ihrem Kopf, wenn das Joggen Ihrer Persönlichkeit oder Ihrer Konstitution gar nicht entspricht. Möglicherweise haben Sie schwache Knöchel und würden sich verletzen, dann ist es ausgezeichnet, dass Sie nicht joggen. Ihr Körper weiß das, aber Ihr Geist sagt etwas anderes. Deshalb schaufeln sie sich mit möglichst vielen anderen Dingen zu, damit Sie "leider, Gott sei Dank" nicht joggen müssen.

Fragen sie sich also, warum Sie glauben, etwas machen zu wollen. Sie werden oft feststellen, dass Sie das gar nicht brauchen. Dass Sie im Fall des Joggens mit ein bisschen Walking, Aerobic oder Schwimmen viel besser bedient wären.

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Wie lerne ich es, nein zu sagen ?                

Das kann mit der frühkindlichen Programmierung zusammenhängen. Als Kind durfte man Erwachsenen in der Regel nicht widersprechen. Wer so geprägt wurde, kann sich als Erwachsener genauso hilflos wie damals fühlen. Doch es gibt noch eine zweite Erklärung, weshalb man sich mit Arbeit überhäufen lässt: Man fühlt sich dadurch wichtiger !

Wenn wir unsere Prioritäten klar vor Augen haben, ergeben sich zwei Effekte:

  • Erstens erkennen wir, was uns auf dem Weg zu unseren Zielen weiterbringt und können die Arbeiten annehmen, die uns dabei helfen.
  • Zweitens können wir dann überzeugend nein sagen, wenn eine Aufgabe uns nicht weiterbringt. Und das wird komischerweise von den anderen immer akzeptiert. Wenn sie etwas aus innerer Überzeugung heraus sagen, dann glaubt man Ihnen auch.

Ein Tipp, wenn es sich um den Chef handelt, der Sie häufig mit zuviel Arbeit eindeckt: Nutzen Sie die Fragetechnik. Zum Beispiel: "Herr Meyer, ich habe hier noch einige Vorgänge liegen. Sagen Sie mir doch bitte, was Sie wichtiger finden und was ich Ihrer Ansicht nach morgen machen kann."

Bleiben Sie 2-3 Wochen standhaft ! Dann haben sie ihre Haltung allen Beteiligten "mitgeteilt", und dann hören auch die vielen "Bitte-machen-Sie-doch-noch-schnell-das-und-das"-Forderungen auf.

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Muss man sich an die Büromode halten ?              

Zunächst ist festzuhalten, dass gleiche Kleidung als Signal der Gruppenzugehörigkeit universellen Charakter hat. Das stellte zB der englische Anthropologe Martin Page fest. Er arbeitete während seines Studiums jeweils ein halbes Jahr in einem großen amerikanischen Unternehmen, die andere Hälfte des Jahres brachte er im afrikanischen Busch zu. Er verglich die hierarchischen Lebensformen der sogenannten Wilden mit denen unserer sogenannten zivilisierten Menschen und entdeckte, dass in beiden Welten die gleichen Führungsmechanismen und fast identische Riten vorherrschen. Jedes Stammesmitglied trug die gleiche Kleidung. Nur der Häuptling und der Medizinmann durften sich etwas Besonderes erlauben. Für die anderen wäre es gefährlich gewesen, aus der Reihe zu tanzen. Der Gedanke von "Corporate Identity", der Firmenkultur (bzw. Stammeskultur), wäre verletzt worden.

Kleidungsvorschriften hängen sehr von der Branche ab, in der man arbeitet. Banken mit vielen älteren bzw konservativen Kunden fordern andere "Klamotten" als flippige Werbeagenturen. Allerdings werden die Kleiderordnungen langsam, aber sicher durchlöchert, und zwar in dem Maße, in dem sich Tele-Working ausbreitet: Wer zu Hause vor seinem Computer sitzt, trägt eher Freizeitkleidung. Wenn er ein- oder zweimal die Woche in der Firma erscheint, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass er das in Jenas tut, als bei jemandem, der täglich in ein Büro geht, in dem man sich formell kleidet.

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Wie beruhige ich einen Choleriker ?                  

Gar nicht !! Das Problem des Cholerikers ist der Jähzorn. Wie das Wort schon sagt, ist das ein Zorn, der jäh (unvermittelt, plötzlich, unvorbereitet) aus dem Menschen herausbricht. Es gibt verschiedene Theorien darüber, wieso es dazu kommt, wobei alle davon ausgehen, dass es sich um Schmerzen oder Ängste handelt, die im Unbewussten stecken. Diese werden durch gewisse Umweltreize ausgelöst, also aus dem Unbewussten heraus ins Bewusstsein transportiert. Da der Betroffene den Prozess selber nicht versteht, glaubt er, es müsse mit dem Geschehen im Hier und Jetzt zu tun haben. Er wird behaupten, unser Anliegen, unser Handeln oder unsere Bemerkung sei absolut unmöglich, um den für ihn selbst unerklärlichen Ärger auszuleben. Solange ein Choleriker nicht wirklich bereit ist, an seinem Jähzorn zu arbeiten, können andere Menschen diesen Prozess leider nicht verhindern. Das einzige, was Sie tun können, ist, durch Ihr Verständnis für die Situation (und seine Hilflosigkeit) nicht mehr so zu leiden, wenn der Choleriker Sie wieder einmal als Zielscheibe für seine Ausbrüche benutzt.

Salopp ausgedrückt:
Choleriker sind eigentlich keine "fiesen Schweine", sondern "arme Schweine"

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Ist Willensstärke angeboren, oder kann man sie trainieren?

Nach Emile Coue, einem der "Großväter" des positiven Denkens, sollten wir unterscheiden zwischen WILLE und VORSTELLUNG.
Der Wille entspricht der (sprachlichen) Formulierung dessen, was Sie vorhaben, während die Vorstellung etwas ist, dass Sie vor Ihr geistiges Auge hinstellen, um es zu betrachten. Emile Coue weist darauf hin, dass erfolgreiche Menschen eine starke Vorstellungskraft besitzen (diese ist trainierbar). Solange der Wille und die Vorstellung an einem Strang ziehen, werden Sie ihr Ziel erreichen. Gibt es jedoch einen Konflikt zwischen beiden, siegt immer die Vorstellung. Deshalb ist es im Zweifelsfall wichtiger, die Vorstellungskraft zu trainieren als den so genannten Willen.

Beispiel 1: Sie liegen im Bett und denken: "Verdammt noch mal, ich will einschlafen!" Dieser "Wille" nützt Ihnen gar nichts, solange Sie die Vorstellung hegen, dass Sie sich schlaflos wälzen werden.

Beispiel 2: Die nervöse Prüfungsangst. Ihr "Wille" lautet: "Ich will die Prüfung bestehen ." Da aber die Angst die Vorstellung auslöst, die Fragen nicht beantworten zu können, werden Sie diese Vorstellung auch wahrmachen, und zwar mit großem Erfolg (Sie werden also "erfolgreich" in der Prüfung versagen).

Sorgen Sie in Zukunft dafür, dass Sie die richtigen Bilder (Vorstellungen) aufbauen, denn der "innere Schweinehund" wird immer durch den Konflikt zwischen Ihrer Formulierung (dem Willen) und Ihrer Vorstellung ausgelöst.

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Was bedeutet der "starre Blick"

Wenn wir den "starren" ("leeren") Blick bekommen, heißt das: Unser Körper erzwingt sich eine Mini-Pause. Deswegen sollte man den anderen keinesfalls ansprechen oder mit den Fingern schnippen, um ihn "herauszuholen". Man nimmt ihm sonst die entspannenden "Alpha-Wellen"(im Gehirn), die sein Körper erzwungen hat, weil er sie braucht! In den Momenten des "leeren Blicks" können wir keinen klaren Gedanken fassen.
Fragen Sie einmal jemand, der ins Leere gestarrt hat: "Was hast Du gerade gedacht?" Er wird es nicht wissen. Wenn man diesen Zustand bei Bedarf zwei bis drei Minuten bewusst herbeiführt, bedeutet das für den Körper echte Erholung:
Bilden Sie dazu ein "Dach" mit beiden Zeigefingern vor ihrem Gesicht. Starren sie darauf. Dann ziehen Sie langsam beide Hände auseinander, wobei der Blick dort bleibt, wo die Zeigefinger sich befunden haben. So schaffen Sie bewusst den starren Blick. Nun legen Sie beide Hände bequem auf den Tisch oder in den Schoß und versuchen nichts anderes, als den starren Blick so lange wie möglich zu halten. Anfangs werden Sie die Zeigefinger immer zu Hilfe nehmen müssen, bis Sie gelernt haben, den normalerweise unbewussten Mechanismus des "starren Blicks" bewusst einzusetzen.

Das Interessante an dieser Übung ist folgende Tatsache: Nur solange man nichts Konkretes denkt, kann man diesen Blick halten. Also ist dies eine echte Denkpause, sie führt sehr schnell in die (sekundenlange) Kunst, nichts zu denken, ein, die wir normalerweise mit Meditation verbinden.

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Wie hören andere mir besser zu ?          

Fragen Sie sich, wie gut Sie selbst zuhören. Die Beschwerde, andere würden nicht zuhören, kommt interessanterweise oft von Vielrednern.

Erstens: Nehmen Sie in die nächste Diskussion einen Zeitmesser mit, messen Sie die Wortbeiträge (eigene und die der anderen), und vergleichen sie. Vielleicht werden Sie erschreckt sein, wenn Sie merken, dass Sie selbst das Gespräch "monopolisiert" haben und dass die anderen Sie wiederholt unterbrechen mussten, um selbst zu Wort zu kommen.

Zweitens: Wenden Sie die Fragetechnik an. Stelle Sie Fragen, die andere zum Denken bringen, dann werden sie neugierig und von Ihnen mehr hören wollen. Auf diese Weise schließen Sie von vornherein aus, dass Sie lang und breit etwas erklären, das andere vielleicht schon wissen.

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Wie finde ich eigene Ziele ?                      

Versuchen Sie folgende "klassische" Übung:  Verfassen Sie Ihren eigenen Nachruf! Fragen Sie sich: Was sollen die Leute über mich erzählen? Vielleicht möchten Sie, dass sie sagen: "Er hat in schwierigen Situationen immer die Ruhe bewahrt." Eine Mutter möchte vielleicht, dass im Nachruf steht: "Sie hat ihre Kinder selbst in schwierigen Situationen mit Liebe behandelt." Wenn ich ein leistungsorientierter Mensch bin, möchte ich vielleicht, dass man über mich sagt: "Er/Sie war der/die beste Verkäufer/Verkäuferin, den/die die Firma je hatte."

Im Licht dieser übergeordneten Ziele wirkt vieles anders, was uns täglich an kleinen und großen Ärgernissen widerfährt. Versetzen Sie sich in die Zukunft und stellen Sie sich vor, wie Sie in der Zielsituation "angekommen" sind, dann fragen Sie sich:

1. Warum wollte ich hierher?
2. Was habe ich davon, dass ich jetzt hier angekommen bin?
3. Hat sich der Aufwand gelohnt?

Es gibt auch eine Möglichkeit, aus der Gegenwart heraus neue Ziele zu finden. Sie brauchen sich nur umzuschauen und zu fragen: Was will ich wirklich? Fragen Sie sich - beim Lesen eines Romans, beim Fernsehen oder im Kino -, welche der dargestellten Persönlichkeiten Vorbildcharakter für Sie haben könnte, welche Eigenschaften oder Handlungen dieser Person Ihnen gefallen und welche Zielvorstellungen sich daraus für Ihr Leben ableiten lassen.

Denken Sie an Menschen, mit denen Sie täglich zu tun  haben, beruflich wie privat. Fragen Sie sich regelmäßig, welche Personen Ihnen besonders gefallen, und forschen Sie nach dem Grund.
Auch so werden Sie auf neue Ziele stoßen.

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Warum machen manche Menschen alles auf den letzten Drücker?      

Es gibt gewisse genetische Prägungen. Angenommen, sie sind ein Typ, der am besten unter Druck arbeiten kann, aber Ihre Eltern waren anders "gepolt", werden sie Ihnen wahrscheinlich gesagt haben: "Mach die Schularbeiten nicht immer auf den letzten Drücker"

Auch umgekehrt ist es möglich. Sie wissen, Sie arbeiten optimal unter Druck. Hier besteht die Gefahr, dass Sie Mitmenschen verunsichern könnten, die unter Druck nicht klar denken können.

Merke: Wer sich seiner Art gemäß entfaltet, sollte auch anderen erlauben, ihrer Art entsprechend erfolgreich zu sein. Wäre doch langweilig, wenn wir alle identisch veranlagt wären, oder?

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